Marcel WinatschekPhilosophische Texte über Gestaltung, Informatik und digitale Populärkultur
Eine Liebeserklärung an Japan: Irgendwo in Tokio habe ich mein Herz verloren
© Pat Krupa

Eine Liebeserklärung an JapanIrgendwo in Tokio habe ich mein Herz verloren

Japan ist nicht nur das Land der kulturellen Traditionen, technologischen Errungenschaften und geschichtlichen, gesellschaftlichen sowie geografischen Herausforderungen, sondern für viele Liebhaber eine Nation der großen und kleinen Wunder, die es zu entdecken und ergründen gilt.

Tokio hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zum internationalen Hotspot für Popkultur entwickelt, von Mode über Musik bis hin zur Kunst. In Kyoto findet man die schönsten Tempel, in Osaka die leckersten Delikatessen, in Yokohama das berauschendste Nachtleben.

Wer es bis nach Okinawa, Hokkaido oder Tottori schafft, der erlebt Japan in seiner facettenreichsten Form, der sieht, dass hier alles möglich ist, der weiß, dass er inmitten einer kulturellen Schatzkammer steht und sich nur für eine Richtung entscheiden muss.

In Anime und Manga erwachen großäugige Weltraumpiraten, herrschsüchtige Schwertkämpfer und mutige Zaubermädchen zum Leben, in J-Pop und J-Rock werden die schönen wie schattigen Seiten des Lebens besungen und in zahlreichen Romanen von Banana Yoshimoto über Haruki Murakami bis hin zu Mieko Kawakami suchen stille wie laute Helden das Glück.

Die japanische Popkultur steckt voller Liebe, voller Lust, voller Leidenschaft. Sie scheint in alle erdenklichen Richtungen hinweg zu zerbersten und jeder laute Knall erweckt dabei eine neue Entdeckung, eine neue Geschichte, eine neue potentielle Passion zum Leben.

Meine in Worte geflossenen Beobachtungen über das Land der aufgehenden Sonne sind Liebeserklärungen an dieses schier endlose Universum der kreativen Tagträume, in die man ganz nach Belieben eintauchen kann und deren hell erleuchteten Tore all denjenigen offen stehen, die mit wachem Blick durch die Welt irren und ein inspirierendes Zuhause suchen.

Ich möchte die japanische Popkultur in Deutschland und drumherum zelebrieren. Egal ob Mode, Kunst, Musik, Filme, Bücher, Spiele, Reisen, Technik, Essen oder das Leben im Allgemeinen, egal ob Anime, Manga oder J-Pop, egal ob weit über die Grenzen des fernen Ostens hinaus bekannt oder längst als ewiger Geheimtipp in seiner Heimat verglüht.

Ich begebe mich für euch auf eine Reise in die Ferne, auf die Suche nach einer alternativen Welt, deren Energie man bis hierher spüren, deren Mut man bis hierher wittern, deren Liebe man bis hierher fühlen kann. Ich will sie greifen und verstehen und uns fest an mich drücken.

In meinen Texten über die japanische Popkultur, die ich regelmäßig auf diesem Blog veröffentliche, setze ich mich in Cowboy Bebop neben Spike Spiegel ins Cockpit, rette in Neon Genesis Evangelion mit Asuka Langley Soryu und ihren Freunden die Welt und streife in Mushishi mit Ginko durch die von Geistern bevölkerten Wälder einer längst vergessenen Welt.

Ich tauche ein in den lauten Trubel der Takeshita Street im Herzen von Harajuku, lasse mich in Akihabara von den zockenden Kids vor den flimmernden Bildschirmen berauschen und setze mich in Shimokitazawa in ein gut verstecktes Jazzcafé, um dort bei einer Tasse Matchatee den fidelen Klängen von Ryo Fukui, Casiopea und Soil & "Pimp" Sessions zu lauschen.

Und ich mache die ein oder andere Zeitreise in ein Japan, das es so gar nicht mehr gibt. In die aufregenden Siebziger Jahre der kreativen Revolution, in die bunt leuchtenden Achtziger Jahre der wirtschaftlichen Dominanz und in die ernüchternden Neunziger Jahre des finanziellen Absturzes. Jede Epoche ist dabei so schön wie anders zugleich, möchte entdeckt und wieder zum Leben erweckt werden.

Jede einzelne meiner Artikel über Japan ist eine digitale Hommage an die schöpferischen Geister einer oft so fern scheinenden Nation. Wenn ihr gern über den kulturellen Tellerrand hinaus blickt, immer auf der Suche nach Neuem, Aufregendem und Überraschendem seid und euch nicht davor scheut, euch womöglich auf ewig in einem Labyrinth der Andersartigkeit zu verlieren, dann seid ihr hier genau richtig.

Entdeckt mit mir die fantasiereichste Seite Japans, immer wieder aufs Neue. Ich freue mich darauf, in meinen nächsten Artikeln über das Land der aufgehenden Sonne mit euch gemeinsam auf eine unvergessliche Expedition in die Tiefen der fernöstlichen Ingeniosität zu gehen und zusammen den ein oder anderen verloren gegangenen Schatz zu bergen, der sich irgendwo in den Tiefen von Tokio, Kyoto oder Osaka versteckt. Seid gespannt!

Mittwoch, der 29. Dezember 2021

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