Marcel WinatschekPhilosophische Texte über Gestaltung, Informatik und digitale Populärkultur
Kaufen, kaufen, kaufen! Der Tod der Werbebanner
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Kaufen, kaufen, kaufen!Der Tod der Werbebanner

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, war es auf meinem Blog in den letzten Tagen wieder etwas ruhiger, was daran lag, dass ich ein wenig am Design und an der Technik im Hintergrund herum geschraubt habe, weshalb ich mich leider weniger um den Content und die News kümmern konnten.

Jetzt ist nicht nur alles viel heller, schneller und gnadenlos bezaubernder, sondern findige Äuglein dürften auch bemerkt haben, dass die kunterbunten Werbebanner nicht mehr dort sind, wo sie vorher waren. Das liegt wohl daran, dass ich sie rausgeworfen habe. Einfach so. Hat auch gar nicht weh getan. Naja, zumindest nicht arg.

Ich habe immer darauf geachtet, dass ich nur passende, schöne und technisch schlichte Werbebanner auf meinem Blog eingeblendet habe. Weil diese einfach nur verlinkte Bildchen ohne Javascript oder anderem Schnickschnack waren, wurden sie nicht nur von jedem Adblocker geduldet, sondern gliederten sich auch gekonnt ins restliche Design ein. Und das war toll. So konnte ich interessierte Leser zu Kunden wie Urban Outfitters, Puma und Forever 21 schicken und bekame dann dafür Geld. Zumindest war das in der Theorie so. In der Praxis wollte dieser Plan nicht wirklich aufgehen.

Die durch die Werbebanner generierten Einnahmen, die oft nur irgendwo zwischen 20 und 100 Euro pro Monat lagen, waren nicht hoch genug, um den Aufwand, den die kleinen Bildchen machten, auszugleichen. Denn die Banner mussten nicht nur ständig gepflegt werden, die Firmen hinter den Marken wechselten auch noch alle paar Monate die Netzwerke, wodurch ich mich bei immer neuen kuriosen Anbietern anmelden musste, nur um einen Werbebanner anzeigen zu können. Das rentierte sich einfach nicht. Und weil Werbung, egal wie hübsch sie auch ist, immer nervt, habe ich mich, passend zum neuen minimalistischen Design, dazu entschieden, sie von der Seite zu werfen.

Da ich meine Zeit und Geduld nun nicht mehr in Werbebanner investieren muss, kann ich mich noch intensiver auf die Inhalte meines Blogs konzentrieren und fülle den frei gewordenen Platz lieber mit heißen Themen, die mich und hoffentlich auch euch interessieren.

Und weil ich trotzdem weiterhin Geld verdienen muss, um meinen Blog am Laufen zu halten, werde ich noch mehr auf gesponserte Artikel setzen. Solltet ihr also ein mehr oder weniger wichtiger Mensch in einer Agentur, einer Firma oder dem Palast eines überreichen Schars sein und wolltet schon immer mal dieses verrückte Native Advertising ausprobieren, dann könnt ihr gerne einen Blick auf meine wunderhübsche Startseite werfen und mir anschließend eine nette Email zukommen lassen. Damit würdet ihr mir sehr helfen - und euch vielleicht auch ein bisschen. Alle anderen freuen sich einfach darüber, dass mein Blog jetzt ohne nervige Werbebanner auskommt und so schön wie noch nie zuvor ist.

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